Biographie

WERDEGANG IN DEUTSCHLAND
Abschlusse:
2005 Mittlere Reife
2009 IHK-Diplom als Fachinformatiker Fachrichtung: Systemintegration
2010 Weiterbildungskurs der FernUniversität in Hagen "IT-Sicherheit"
Berufserfahrungen:
Jan. 2004 Schülerpraktikum in der Prologica GmbH Berlin
Mai - Aug. 2006 Praktikum in der Prologica GmbH Berlin
Juli - Okt. 2008 Praktikum in der sirup° Agentur für Neue Medien GmbH & Co. KG Berlin
Seit Nov. 2009 angestellt bei der eleven GmbH
Kulturelle Aktivitäten (eine Auswahl)
Mitwirkung als teilnehmender Tänzer in Jugendprojekten und Tanzaufführungen der Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle:
2003: Spring Opfer von Igor Strawinsky (siehe Film 'Rhythm is it')
2005: Feuervogel von Igor Strawinsky
2006: Carmina Burana von Carl Orff
Mitwirkung an dem Staatsakt 2005 in der Nikolaikirche in Potsdam zur Feier ‘15 Jahre Deutsche Einheit‘ als Tänzer in der Aufführung der Faster than Light Dance Company.
Mehrfache unterstützende Leitung von Tanz-Workshops unter Prof. Gernot Schulz von den Berliner Philharmonikern:
2006 während der Kulturwoche im Gymnasium Stein in Stein nahe Nürnberg
2007, April, im Privatgymnasium Landschulheim in Holzminden als verantwortlicher Workshop- leiter von ca. 150 Teilnehmern.
Im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Jugendtages Zusammenarbeit mit einer Jugendgruppe aus der Volksrepublik China in zwei Tanzaufführungen.
Eigene Tanzfortbildung (Moderner Tanz) auf Einladung des Studio Verena Krajewski in Berlin-Kreuzberg
Rhythm is it!
Im Sommer 2002 bin ich nach Deutschland gekommen, und wurde in einem Kinderheim untergebracht, wo ich in einer Förderklasse für das Schuljahr 2002/2003 kam. Im gleichen Jahr wurde ein Projekt für Berliner Schüler ins Leben gerufen, unter der Schirmherrschaft des Dirigenten der Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle. Ziel des Projekts war eine Tanzaufführung von Strawinskys Le Sacre du Printemps. Ein Film, "Rhythm is it!", wurde gedreht, der die verschiedenen Phasen des Projekts dokumentiert. Der Film hat schon mehrere Preise gewonnen. Meine damalige Schule wurde zusammen mit anderen Schulen von der Projektleitung zufällig ausgewählt, um an dem Projekt teilzunehmen.
Meine Lehrerin gab uns Information über die Berliner Philharmoniker. So begann ich zu lernen, wie man zu klassischer Musik tanzt, obwohl ich vorher klassische Musik nie gehört hatte. Meine Lehrerin hat uns auch einiges über klassische Musik beigebracht, als Vorbereitung auf das Projekt. Der Choreograph war Royston Maldoom. Viele der Kids haben aufgegeben, weil der Tanzunterricht so viel Disziplin und Aufmerksamkeit verlangte. Manchmal beklagte sich Royston, dass wir die Sache nicht ernsthaft genung angingen. Er sagte "Im Tanzunterricht kannst Du dein Leben ändern!" Zuerst tat mir der ganze Körper weh, weil ich mich an den Tanzunterricht noch nicht gewöhnt hatte. Das habe ich keinem gesagt, weil ich Angst hatte, ich würde dann nicht weitermachen dürfen. Ich wollte so gern diese neue Sache lernen.
Filmausschnitt aus "Rhythm is it!"
Also - als Royston sich beklagte, dass wir die Sache nicht ernsthaft genug angingen, versuchte ich, ernsthafter zu sein, denn eine Gelegenheit kommt nur einmal. Endlich aber waren die Wochen intensiver Vorbereitung vorbei, und der Tag unserer Aufführung in der Treptow-Arena in Berlin war gekommen. Und die ganzen Wehwehchen, die ganze "Ernsthaftigkeit" hatte sich gelohnt, denn die Aufführung war ein Riesenerfolg! Wie dann auch der Film "Rhythm is it!". Ich hatte das Gefühl, Teil eines wunderbaren, einmaligen Erlebnisses zu sein. Und ich wusste, dass ich großes Glück hatte, diese Gelegenheit zu bekommen, um über der Kultur zu lernen.
Die Schule und der Tanz
Eins glaube ich fest - dass kein Wissen überflüssig ist. Ich freue mich immer, die Gelegenheit zum Lernen zu bekommen. Nachdem die Sacre du Printemps-Aufführung vorbei war, habe ich mich mit mehr Ernsthaftigkeit meinem Studium gewidmet. Ich mache gerne etwas, was noch schwerer ist als das, was ich bisher gemacht habe, weil es dann eine Herausforderung ist für meine Ernsthaftigkeit. Im Schuljahr 2003/2004 verließ ich meine Hauptschule, um auf eine Realschule zu gehen. Ich kam in die neunte Klasse. Und obwohl ich 2004 nochmal eingeladen wurde, an dem Bildungsprojekt der Berliner Philharmoniker teilzunehmen, musste ich mich dagegen entscheiden, denn ich brauchte fast meine ganze Zeit, um meine Deutschkenntnisse zu verbessern und mich in der neuen Schule zurecht zu finden.
Schon lange interessiere ich mich besonders für Informatik, und habe mich daher gefreut, an dem Informatikkurs meiner Schule teilzunehmen. Ich arbeite immer gern mit Computern. Januar 2004 habe ich 3 Wochen als Praktikant in einer Informatikfirma Prologica GmbH Berlin verbringen können, und dadurch wurde mir noch klarer, dass eine Arbeit im Informatikbereich mein Traumjob sein würde.
Den Tanz musste ich nicht ganz aufgeben. Vor Ende 2004 lud mich eine Tanzlehrerin Verena Krajewski ein, an dem Tanzunterricht in ihrem Studio teilzunehmen; obwohl ich wenig Zeit hatte, machte es mir Spass, dort mehr über den modernen Tanz zu lernen.
